10 Mar. 2010
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Kostenermittlung für zwei Vorschläge liegen auf dem Tisch

(Helgoland) Durch Dritte erhielt der Bürgermeister der einzigen deutschen Hochseeinsel Kenntnis über eine geplante, sogenannte „Helgoländer Runde“, die am heutigen Dienstag in einem Restaurant am Fischmarkt in Hamburg abgehalten wird. Die Reederei Helgoline (vormals FRS) wird über die Sicherung des Helgolandverkehrs berichten, Herr Rickmers (Hotel „Rickmers-Insulaner) stellt seine weiteren Pläne für den Tourismus vor und Herr Weber (Hotel „Atoll) wird seine Vorstellungen von der Zukunft Helgolands präsentieren. Auch der Landrat des Kreises Pinneberg, Herr Dr. Grimme wird dort anwesend sein, um seine Vorstellungen hinsichtlich seines Hafenkonzeptes der Öffentlichkeit zu präsentieren. Offizielle Vertreter der Insel Helgoland sind hierzu nicht eingeladen.

Gemeinde Helgoland

Der Bürgermeister

Frank Botter

Lung Wai 28, 27498 Helgoland

Telefon: 04725/808.30

Telefax: 04725/808-33

E-mail: botter at helgoland.de

 

Pressebericht

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 Freigabe des Textes:       um      

Helgoland, 20. März 2007

 

Was wird aus der Landungsbrücke auf Helgoland?
Kostenermittlung für zwei Vorschläge liegen auf dem Tisch

(Helgoland) Durch Dritte erhielt der Bürgermeister der einzigen deutschen Hochseeinsel Kenntnis über eine geplante, sogenannte „Helgoländer Runde“, die am heutigen Dienstag in einem Restaurant am Fischmarkt in Hamburg abgehalten wird. Die Reederei Helgoline (vormals FRS) wird über die Sicherung des Helgolandverkehrs berichten, Herr Rickmers (Hotel „Rickmers-Insulaner) stellt seine weiteren Pläne für den Tourismus vor und Herr Weber (Hotel „Atoll) wird seine Vorstellungen von der Zukunft Helgolands präsentieren. Auch der Landrat des Kreises Pinneberg, Herr Dr. Grimme wird dort anwesend sein, um seine Vorstellungen hinsichtlich seines Hafenkonzeptes der Öffentlichkeit zu präsentieren. Offizielle Vertreter der Insel Helgoland sind hierzu nicht eingeladen.

 

Die Gemeinde Helgoland hat zwischenzeitlich die groben Baukosten für zwei Varianten zur Verlängerung der Landungsbrücke durch Fachleute rechnen lassen. Die Ergebnisse sollen der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden, denn sie zeigen die Machbarkeit der einzelnen Vorschläge auf. Seitens der Insel Helgoland wurde eine kleinere Variante vorgeschlagen, die im Konzept immer noch die Aufrechterhaltung des Anlandungsdienstes vorsieht.

bild_hafenkonzept_helgolandVorschlag des Kreises Pinneberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Lösung sieht eine Abfertigung von bis zu fünf Seebäderschiffen und zwei Schnellfähren an entsprechenden Pontons vor, ohne einen weiteren Einsatz der Börte. Hierbei müsste die Landungsbrücke um rd. 380 m verlängert werden. Berechnungen ergeben hierfür Gesamtkosten in Höhe (ohne Einrichtung des Frachtumschlages im Südhafen) von: 31.905.000,00 €.

Die vom Landrat angegebenen Kosten in Höhe von 13.000,00 € werden deutlich überschritten.

Darüber hinaus soll die Gemeinde Helgoland das Eigentum an der Landungsbrücke an den Kreis übertragen, der wiederum einen Dritten mit der Betreibung der Anlagen beauftragen möchte. Eine Mitsprache seitens der Helgoländer ist dann nur noch von untergeordneter Bedeutung. Insgesamt will der Landrat damit eine deutliche Reduzierung der Anlandegebühren erreichen, um so den Schiffsverkehr von und nach Helgoland attraktiver zu machen. Man spricht von einer deutlichen Reduzierung der Gebühren, die gerade dann noch von den Reedereien so akzeptiert werden könne. Aus diesem Gebührenaufkommen soll eine ganzjährige Schiffsverbindung finanziert werden. Die Börte findet in diesem Konzept keinen Raum mehr.

 

In Anlehnung an die in 2005 bereits erarbeitete Lösung, die u. a. weiterhin einen Börteeinsatz erfordert, wurde eine Verlängerung von rd. 100m für die Abfertigung eines Fahrgastschiffes und ein Anlegebereich für zwei Schnellfähren betrachtet.

Vorschlag der Gemeinde Helgoland

 

hafenkonzept_2

Für diese Variante wird mit Baukosten von rd. 10.100.000,00 € gerechnet. Mit diesem Vorschlag wäre der Börtebetrieb für den Bedarfsverkehr in der Hauptsaison erforderlich.

 

Beide Vorschläge sind mit Unwägbarkeiten behaftet und auch diese müssen bei den weiteren Überlegungen Berücksichtigung finden.

  1. Niemand kann vorhersagen, welche Schiffe noch wie lange nach Helgoland fahren.
  2. Durch Erreichen der Altersgrenze werden zukünftig Börteboote aus dem Betrieb des Anlandungsdienstes heraus fallen. Wann die Grenze erreicht ist, die ein geordnetes Aus- und Einbooten nicht mehr ermöglicht, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend gesagt werden und das muss mit der gebotenen Sorgfalt geprüft werden.
  3. Welche Folgekosten kommen auf die Gemeinde Helgoland bzw. den Kreis Pinneberg, als mögliche Trägerin der Hafenanlagen zu und wie soll das finanziert werden?

Den Verantwortlichen in der Politik und der Verwaltung ist bewusst, dass es strukturelle Veränderungen zukünftig geben wird. Allerdings muss dies maßvoll und sozial verträglich sein, denn die Mitarbeiter im Anlandungsdienst haben bisher keine andere berufliche Perspektive. Außerdem ist die Börte auch eine touristische Attraktion und macht die Insel eben anders als andere Ausflugsziele. Dies scheint auch der Landrat erkannt zu haben, denn er beabsichtigt dem Personal eine Beschäftigungsgarantie geben zu wollen. Ferner ist er davon abgerückt, die schon vorhandene Landungsbrücke in seinen Besitz zu übernehmen, sondern spricht von Pacht. Es sollen auch schon private Investoren ihr Interesse bekundet haben, allerdings sind diese namentlich der Gemeinde Helgoland noch nicht bekannt.

 

 
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