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Kostenermittlung
für zwei Vorschläge liegen auf dem Tisch
(Helgoland) Durch
Dritte erhielt der Bürgermeister der einzigen deutschen Hochseeinsel Kenntnis
über eine geplante, sogenannte „Helgoländer Runde“, die am heutigen Dienstag in
einem Restaurant am Fischmarkt in Hamburg abgehalten wird. Die Reederei
Helgoline (vormals FRS) wird über die Sicherung des Helgolandverkehrs
berichten, Herr Rickmers (Hotel „Rickmers-Insulaner) stellt seine weiteren
Pläne für den Tourismus vor und Herr Weber (Hotel „Atoll) wird seine
Vorstellungen von der Zukunft Helgolands präsentieren. Auch der Landrat des
Kreises Pinneberg, Herr Dr. Grimme wird dort anwesend sein, um seine Vorstellungen
hinsichtlich seines Hafenkonzeptes der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Offizielle Vertreter der Insel Helgoland sind hierzu nicht eingeladen.
Gemeinde
Helgoland
Der
Bürgermeister
Frank Botter
Lung Wai 28, 27498 Helgoland
Telefon: 04725/808.30
Telefax: 04725/808-33
E-mail:
botter at helgoland.de
Pressebericht
zur sofortigen Veröffentlichtung
Freigabe des Textes:
um
Helgoland, 20. März 2007
Was wird aus der Landungsbrücke auf
Helgoland?
Kostenermittlung für zwei Vorschläge liegen auf dem Tisch
(Helgoland) Durch
Dritte erhielt der Bürgermeister der einzigen deutschen Hochseeinsel Kenntnis
über eine geplante, sogenannte „Helgoländer Runde“, die am heutigen Dienstag in
einem Restaurant am Fischmarkt in Hamburg abgehalten wird. Die Reederei
Helgoline (vormals FRS) wird über die Sicherung des Helgolandverkehrs
berichten, Herr Rickmers (Hotel „Rickmers-Insulaner) stellt seine weiteren
Pläne für den Tourismus vor und Herr Weber (Hotel „Atoll) wird seine
Vorstellungen von der Zukunft Helgolands präsentieren. Auch der Landrat des
Kreises Pinneberg, Herr Dr. Grimme wird dort anwesend sein, um seine Vorstellungen
hinsichtlich seines Hafenkonzeptes der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Offizielle Vertreter der Insel Helgoland sind hierzu nicht eingeladen.
Die Gemeinde Helgoland hat
zwischenzeitlich die groben Baukosten für zwei Varianten zur Verlängerung der
Landungsbrücke durch Fachleute rechnen lassen. Die Ergebnisse sollen der
Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden, denn sie zeigen die Machbarkeit der
einzelnen Vorschläge auf. Seitens der Insel Helgoland wurde eine kleinere
Variante vorgeschlagen, die im Konzept immer noch die Aufrechterhaltung des
Anlandungsdienstes vorsieht.
Vorschlag des Kreises Pinneberg
Diese Lösung sieht eine Abfertigung
von bis zu fünf Seebäderschiffen und zwei Schnellfähren an entsprechenden
Pontons vor, ohne einen weiteren Einsatz der Börte. Hierbei müsste die
Landungsbrücke um rd. 380 m verlängert werden. Berechnungen ergeben hierfür Gesamtkosten
in Höhe (ohne Einrichtung des Frachtumschlages im Südhafen) von: 31.905.000,00
€.
Die vom Landrat angegebenen Kosten
in Höhe von 13.000,00 € werden deutlich überschritten.
Darüber hinaus soll die Gemeinde
Helgoland das Eigentum an der Landungsbrücke an den Kreis übertragen, der
wiederum einen Dritten mit der Betreibung der Anlagen beauftragen möchte. Eine
Mitsprache seitens der Helgoländer ist dann nur noch von untergeordneter Bedeutung.
Insgesamt will der Landrat damit eine deutliche Reduzierung der Anlandegebühren
erreichen, um so den Schiffsverkehr von und nach Helgoland attraktiver zu
machen. Man spricht von einer deutlichen Reduzierung der Gebühren, die gerade dann
noch von den Reedereien so akzeptiert werden könne. Aus diesem Gebührenaufkommen
soll eine ganzjährige Schiffsverbindung finanziert werden. Die Börte findet in
diesem Konzept keinen Raum mehr.
In Anlehnung an die in 2005 bereits
erarbeitete Lösung, die u. a. weiterhin einen Börteeinsatz erfordert, wurde
eine Verlängerung von rd. 100m für die Abfertigung eines Fahrgastschiffes und
ein Anlegebereich für zwei Schnellfähren betrachtet.
Vorschlag
der Gemeinde Helgoland
Für diese Variante wird mit
Baukosten von rd. 10.100.000,00 € gerechnet. Mit diesem Vorschlag wäre der
Börtebetrieb für den Bedarfsverkehr in der Hauptsaison erforderlich.
Beide Vorschläge sind mit
Unwägbarkeiten behaftet und auch diese müssen bei den weiteren Überlegungen
Berücksichtigung finden.
- Niemand kann vorhersagen, welche Schiffe noch wie
lange nach Helgoland fahren.
- Durch Erreichen der Altersgrenze werden zukünftig
Börteboote aus dem Betrieb des Anlandungsdienstes heraus fallen. Wann die
Grenze erreicht ist, die ein geordnetes Aus- und Einbooten nicht mehr
ermöglicht, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend gesagt werden
und das muss mit der gebotenen Sorgfalt geprüft werden.
- Welche Folgekosten kommen auf die Gemeinde
Helgoland bzw. den Kreis Pinneberg, als mögliche Trägerin der Hafenanlagen
zu und wie soll das finanziert werden?
Den Verantwortlichen in der Politik
und der Verwaltung ist bewusst, dass es strukturelle Veränderungen zukünftig
geben wird. Allerdings muss dies maßvoll und sozial verträglich sein, denn die
Mitarbeiter im Anlandungsdienst haben bisher keine andere berufliche
Perspektive. Außerdem ist die Börte auch eine touristische Attraktion und macht
die Insel eben anders als andere Ausflugsziele. Dies scheint auch der Landrat
erkannt zu haben, denn er beabsichtigt dem Personal eine Beschäftigungsgarantie
geben zu wollen. Ferner ist er davon abgerückt, die schon vorhandene
Landungsbrücke in seinen Besitz zu übernehmen, sondern spricht von Pacht. Es
sollen auch schon private Investoren ihr Interesse bekundet haben, allerdings
sind diese namentlich der Gemeinde Helgoland noch nicht bekannt.
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